HERIBERT CZERNIAK

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Heilende Töne

Im Gespräch mit dem Heiler Heribert Czerniak

Seit Heribert Czerniak 2006 in den Höhlen des heiligen Berges Arunachala in Indien erwachte, ist er mit zunehmendem Erfolg als Heiler tätig. Er arbeitet mit besonderen Klängen, die eine enorme Wirkung auf Körper, Geist und Seele haben. Dabei handelt es sich um tibetische Kehlgesänge, Obertonklänge, Mantren und Gebete.
Offener Heilabend: Gruppenheilsitzung im Seminar

pdf_heribert_1.jpgpdf_heribert_1.jpgDie Töne, die ich empfange, sind Heilgebete und Mantren in verschiedenen Sprachen aus einer anderen Zeit.

So wie Heribert Czerniak einst beim Meditieren in den Höhlen des Arunachala spontan von fremdartigen Tönen überrascht wurde, die sich in ihm formten und aus seiner Kehle kamen, empfängt Heribert auch heute die Töne während seiner Heilsitzungen spontan. Er lässt sie einfach durch ihn hindurch gehen und stellt sie anderen zur Verfügung. Zahlreiche Menschen haben durch ihn in den letzten Jahren Heilung erfahren. Inzwischen bietet er in vielen deutschen Städten regelmäßig offene Heilabende und auch Einzelsitzungen an.
Außerdem gibt es Retreats im In- und Ausland, im Winter auch in Südindien in der Nähe des Ramana Maharshi Ashrams, wo Heribert auch viel Zeit in Meditation in den Höhlen des heiligen Berges verbringt.

Wie definierst du dich als Heiler?
Ich möchte Menschen helfen, heil zu werden, das ist im Grunde alles. Dazu stehen mir verschiedene Mittel zur Verfügung. Die Töne sind eine Möglichkeit, aber es gibt noch viele andere. Wenn Menschen während meiner Sitzungen Heilung erfahren, von Glücksgefühlen berichten oder vielleicht auch in Tränen ausbrechen, weil viel Unterdrücktes in ihnen hoch kommt, erlebe ich dies als heilende Arbeit. Die Heilarbeit als solche ist sehr individuell. Mir wurde mein Weg in einer Höhle am Arunachala gezeigt, und ich knüpfe damit an etwas an, was ich in früheren Inkarnationen schon getan habe.

Du tönst sehr lange am Stück. Ist das nicht anstrengend für dich?
Nein, überhaupt nicht. Die Töne geben mir Energie, sie rauben sie mir nicht. Sie entstehen auf einer hohen Ebene und gehen durch mich  hindurch. Ich stelle sie sozusagen zur Verfügung. Es ist kein Wollen dabei, sondern ein Geschehenlassen. Das ist das eigentliche Geheimnis.

Muss ein Heiler neutral bleiben?
Gewissermaßen ja. Er darf den Heilung Suchenden jedenfalls nicht drängen, nicht weiterführen, als dieser eigentlich gehen will. Heilung hat viel mit Verzeihen zu tun. Wenn man nicht verzeihen kann, sich selbst und anderen, wenn man also die göttliche Energie nicht in sich fließen lassen kann, schneidet man sich selbst von dem Lebensstrom ab. Die Folge davon ist oft Krankheit.

pdf_heribert_2.jpgpdf_heribert_2.jpgWie geschieht Heilung?
Sie geschieht im Grunde immer bzw. ist prinzipiell immer möglich. Wenn ein Mensch sich für das Göttliche öffnet, kann er geheilt werden. Im Grunde bestimmt jeder Mensch selbst, in welchem Tempo er geheilt werden will. Jeder Tag, jede Stunde, jede Inkarnation bietet eine neue Chance. Der Heiler ist mehr oder weniger nur das Verbindungsglied zwischen der Heilquelle und dem Heilungsempfänger. Es ist oft auch so, dass ein Heiler die Leute anzieht, die ähnliche Themen haben, wie er sie selbst einmal hatte.

Wie wirken deine Töne konkret?
Sie wirken auf allen Ebenen gleichzeitig. In den Zellen, Organen und Drüsen auf der physischen Ebene. Dadurch wird der Körper entgiftet und von Altlasten befreit. Auf der psychisch-energetischen Ebene wirken die Heiltöne in den Chakren und im Schmerzkörper. Ich nehme z.B. Widerstände als Energieblockaden an verschiedenen Körperstellen wahr. Dabei handelt es sich beispielsweise um festgefahrene mentale Strukturen.

pdf_heribert_3.jpgpdf_heribert_3.jpgWenn ich Menschen direkt „besinge“, sie also konkret vor mir stehen, sitzen oder liegen, ist die Tonvibration besonders stark und heilsam.

Bei meinem letzten Aufenthalt in Indien lernte ich einen indischen Prana-Heiler namens Ashok kennen, der die Energie sehr genau wahrnehmen kann. Er lud mich dazu ein, vielen Einheimischen Heilsitzungen zu geben. Und so kam es zu meiner eigenen Überraschung dazu, dass ich eine Woche lang nur mit Indern Gruppensitzungen hatte. Der Prana-Heiler beobachtete mich und teilte mir später mit, dass ich bei den meisten Menschen, wenn ich sie am Kopf berührte, auf Sanskrit getönt habe, und zwar entsprechend der Gottheit, die diejenigen Personen verehrten. Ich beherrsche aber kein Sanskrit auf der bewussten Ebene.
Die Töne, die ich empfange, sind Heilgebete und Mantren in verschiedenen Sprachen aus einer anderen Zeit. Durch sie können sich Türen öffnen, die ewig verschlossen waren. Wenn ich Menschen direkt „besinge“, sie also konkret vor mir stehen, sitzen oder liegen, ist die Tonvibration besonders stark und heilsam. Dunkle Töne arbeiten verstärkt im Beckenbereich, helle Töne weiter oben usw.
Diese Töne sind Schwingungen, die eine Resonanz im Patienten hervorrufen und ganz individuell wirken. Sie sind Informationsträger, die ihren göttlichen Dienst tun. Darauf habe auch ich keinen direkten Einfluss. Während einer Einzelsitzung erstelle ich eine individuelle Heil-CD für den Patienten. Damit geht er oder sie in einen 21-tägigen Prozess, bei dem die CD täglich angehört wird, sodass die Töne dabei ihre heilende Wirkung entfalten können.

Worin besteht der Unterschied bei Gruppen- und Einzelheilungen?
Bei Einzelsitzungen kann ich sehr viel tiefer gehen und die individuellen Blockaden spüren und lösen. Ich sehe zum Beispiel, welchen Einfluss das Verhältnis von Vater und Mutter auf den Patienten hat bzw. hatte. Ich fühle, wo er noch gebunden ist und warum. Da kann ich dann direkt ansetzen. Ich sehe auch die karmischen Strukturen der Familienbande. Wenn diese ins Bewusstsein kommen, kann viel gelöst werden. Bei den meisten Menschen beginnt die Heilarbeit zunächst einmal im Becken, denn dort wird besonders viel Energie festgehalten.

Wozu brauchst du die Fotos von den Eltern bei den Sitzungen?
Weil ich immer mit der Familiengeschichte beginne. Durch die Fotos kann ich sehr schnell das in einer Familie bzw. Sippe vorherrschende Thema erkennen, die karmischen Themen, und ich erkenne den Hintergrund einer Blockade, das Familienkarma. Die Heilung besteht darin, sich damit auszusöhnen und die Fesseln abzustreifen. Damit lassen sich z.B. Suchtthemen erklären, Essstörungen, Minderwertigkeitsgefühle und vieles mehr. Manchmal verstehen meine Klienten sofort, worum es geht, manchmal dauert es etwas länger. Das hängt von dem jeweiligen Bewusstseinszustand und auch von der Lebensweise ab. Manchmal kommt es auch zu starken körperlichen Erstreaktionen. Beim Heilen arbeite ich mit Vernetzung, mit der Seelenmatrix. Durch das Tönen entsteht eine Öffnung in den Familiennetzen und dadurch kommt etwas in Bewegung und es darf Heilung geschehen.

Magel und Fülle - wie hängt das zusammen?
Fülle muss man zulassen, man muss sie in das eigene Leben einladen. Ein Mangelbewusstsein läd keine Fülle ein, also bleibt man arm, im Mangel. Krankheit ist ein Mangel an Gesundheit. Wenn ich die Gesundheit, die Heilung einlade und Raum dafür schaffe, hat der Mangel oder die Krankheit keine Chance mehr. Sie wird durch Gesundheit ersetzt. Man muss also in sich Raum für die Fülle schaffen. Sie ist überall, sie ist um uns und in uns. Wir selbst sind es, die uns davon abschneiden. Hat man das erkannt, kann man diesen Zustand ändern. Heilung bedeutet auch, diesen Raum der Fülle zu schaffen.

pdf_heribert_4.jpgpdf_heribert_4.jpgGibt es einen Konflikt zwischen der spirituellen Arbeit und dem Privatmensch Heribert?
Durch meine Erfahrung mit meiner Freundin Sandra Homburg – sie ist Yogalehrerin und wir geben ein Seminar zusammen: Yoga und Heilende Gesänge, wobei ich zu den Asanas töne – und den Beziehungsseminaren, die ich gegeben habe, konnte ich erkennen, dass es keine Trennung zwischen meiner spirituellen Tätigkeit, meiner Heilarbeit und meinem Privatleben geben kann. Wenn dem so wäre, dann wäre etwas nicht stimmig.

Hängt das mit Hingabe zusammen?
Absolut. Denn ohne völlige Hingabe, kann das Göttliche sich nicht in uns manifestieren. Die Themen, die in einer Beziehung auftauchen, sind sehr klar zu sehen, man kann sie nicht wegwischen oder durch einen scheinbar spirituellen Mantel überdecken. Sie können nur durch liebende Hingabe gelöst werden, das heißt durch Akzeptieren dessen, was ist. Und durch das Dasein für den Anderen in jeder Situation.

Welche Rolle spielt der Partner dabei?
Eine Partnerschaft kann deshalb so wertvoll sein und eine Art spirituelle Schulung, weil in einer Beziehung der Finger von dem Partner oft auf die noch nicht geheilten Wunden gelegt wird. Das geschieht natürlich nicht bewusst, sondern hat eine Eigendynamik, einen tiefen Sinn, dem man sich nicht entziehen kann. Es sei denn, man bricht die Beziehung vorzeitig ab, aber dann kommt das gleiche Thema später in anderer Form wieder. Deshalb ist es wunderbar, wenn man auf einen Partner trifft, der diesen Heilungsprozess auslöst, auch wenn es anfangs schmerzhaft ist. In meinen Beziehungsseminaren möchte ich diesen Prozess mit den Teilnehmern näher anschauen und die anstehenden Themen in einem geschützten Raum sichtbar machen, damit Heilung möglich wird.
Text und Interview: Marianne Scherer



Über Naturwesen zu sich selbst finden

 

Es gibt Menschen, die können Naturwesen auch optisch wahrnehmen, mit ihren Augen. Bei Heribert Czerniak hat sich diese Fähigkeit in den letzten Jahren mit der Öffnung für seine heilerischen Fähigkeiten entwickelt. Wichtig ist ihm, den romantisch verklärten Blick abzulegen und Naturwesen als Unterstützung auf dem Weg nach Innen zu erleben. Abheeti Zeitz traf sich mit ihm und gewann neues Verständnis über das Sein und Wirken dieser Wesen aus anderen Dimensionen.

 

Wie hat sich dein Zugang zu Naturwesen entwickelt? Am Anfang war ich sehr eng mit Bäumen verbunden, dann ging es weiter mit den Naturwesen, ich schlief u.a. eine Woche lang im Wald, um mich mit ihnen zu verbinden, habe auch Seminare besucht. Damals konnte ich schon die Energien wahrnehmen und entwickelte das Vertrauen in ihre Existenz. Später kamen dann meine inneren Themen und Öffnungen dazu. Ich habe erfahren, dass das Wichtigste die eigene innere Ausrichtung ist.

 

Siehst du die Wesen ständig? In dem Moment, wo ich mich darauf einlasse, ist alles möglich. Ich muss mich auf ihre Energieebene einstimmen. Dann kann ich die Verbindung aufnehmen, von ihnen Informationen bekommen und auch in die Heilarbeit einbeziehen.

 

Märchen aller Kulturen berichten von Naturwesen, von Zwergen, Drachen, Riesen und anderen. Dies wird heute als Fantasie angesehen. Diese Wesen gibt es und hat es immer gegeben, es sind keine „Märchen“. Es gab früher Zeiten, in denen sie mit den Menschen zusammen gelebt haben, so wie in „Herr der Ringe“, diese Darstellung ist sehr real. Aber die Schwingung der Erde hat sich verändert. Die Naturwesen haben ihre Schwingung behalten, die Menschen haben sich jedoch dem Schwingungsfeld der Erde angepasst, bzw. ihre Schwingung selbst verändert, weshalb sie die anderen Wesen nicht mehr direkt wahrnehmen können. Die Menschen haben sich also von den Naturwesen entfernt. Wenn man sie heute wahrnehmen möchte, muss man sich bewusst sein, dass sie auf anderen Ebenen leben. Als ich auf meinen spirituellen Weg in einem Dunkekammerseminar mitmachte, habe ich nach einigen Tagen Lichtpunkte wahrgenommen, mit offenen Augen – es war richtig hell. Aber in diesem Licht konnte ich nicht meine Hand sehen, weil es aus einer anderen Dimension kam. So ist es auch mit den Naturwesen. Sie sind zwar hier auf der Erde, aber in einer anderen Dimension. Öffnet sich das dritte Auge dafür, so kann man sie auch wahrnehmen. Je nach Schwingungsgrad befinden sich die Wesen auch in unterschiedlichen Dimensionen.

 

Gibt es eine unendliche Vielfalt an Naturwesen? Kann man sie klassifizieren? Ja, es gibt ein Elfenreich, ein Feenreich, es gibt die Gnome, die Zwerge, die Faun und viele andere. Innerhalb der Reiche gibt es auch Unterschiede – an unterschiedlichen Plätzen entwickeln sie sich unterschiedlich, so wie die Menschen verschiedener Länder auch sehr verschieden sind.

 

Was ist für dich das Wesentliche, was wir von diesen Wesen lernen können bzw. was sie uns geben können? Mit Naturwesen zu sein, bedeutet den Fokus zu wechseln von deinem Problem, dem Suchen nach Lösungen, hin zu der Freude, die du mit ihnen in dem Moment erfährst – ohne etwas zu verdrängen. Darum geht es zur Zeit allgemein in unserer Entwicklung. Sie sagen nicht: „vergiss dein Problem“, sondern sie sagen: „richte dich auf das Licht, auf die Freude aus – und alles andere darf auch sein“.

Sie sorgen dafür, dass unser schweres Denken Leichtigkeit erfahren kann. Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass Menschen zu lachen anfangen, zu singen, Freude empfinden. Die Naturwesen mögen es, wenn die Menschen z.B. singen, weil sie auch gern singen und tanzen. Sie mögen es auch, wenn man ihnen etwas mitbringt: kleine Edelsteine, Räucherstäbchen oder einen Keks. Die Gaben bleiben liegen, aber die Wesen erfreuen sich an deren Energie oder entziehen die Essenz, so dass z.B. der Keks, wenn sie ihn angenommen haben, eine Stunde später so schmeckt, als wenn er tagelang dort gelegen hätte.

 

Davon liest man auch immer wieder in Geschichten. Ja, das ist es auch, was die Indianer tun, mit Tabak und anderem. Das ist nicht nur Halligalli, sondern es hat schon seinen Sinn. Sie haben auch Energietore, an bestimmten Böschungen z.B., selbst wenn es nicht wie ein Eingang aussieht. Geht man durch so ein Energietor in ihr Reich, ist es schön, wenn man innehält, so wie man auch erst mal fragt, wenn man jemanden überraschend besucht. „Ich öffne mich, ich bin bereit, ich würdige diesen Platz.“

 

Muss man hellsichtig oder hellfühlig sein, um mit den Wesen Kontakt haben zu können? Die Wesen nehmen dich und deine Energie wahr. Sie helfen auch, wenn man sie nicht wahrnehmen kann. Wie sich solche eine Hilfe auswirkt, kann ganz verschieden sein: vielleicht spürst du gleich danach oder erst am nächsten Tag, dass es dir leichter geworden ist. Vielleicht ist die Energie der Wesen in dir und ein anderer Mensch reagiert dadurch ganz anders auf dich, im Gespräch öffnet sich etwas, Hilfe kommt auf dich zu … Du bekommst eine schöne Aussicht mit, weil irgendein Gnom oder eine Elfe dafür gesorgt hat, dass du mal innehalten kannst, nicht nur mit Gedanken beschäftigt bist. Oder sie geben dir im Wald Impulse, den richtigen Weg zu finden, du kannst sie jederzeit rufen. Im Wald helfen sie eigentlich immer. Geschichten von bösen oder wütenden Geistern sind genau genommen Projektionen von Menschen, die mit solchen Emotionen in den Wald gehen - man muss nach außen immer das Resonanzprinzip beachten. Ein kleines Kind würde nie sagen, dass da etwas Böses ist. Es gibt Orte, wo sie vielleicht nicht hingehen möchten, Orte, an den z.B. Kriege stattgefunden haben. Aber diese dunkle Energie ist von Menschen geschaffen. Orte von reiner Natur tragen immer eine wundervolle Energie.

 

Wie „arbeiten“ die Wesen denn mit uns Menschen? Das ist unterschiedlich. Wie die Menschen auch – entweder mit ihrer Energie, indem sie einfach da sind, oder wie Elfen und Feen an deinem Energiesystem, in der Aura und an den Chakren, auf spielerische Weise passieren innere Öffnungen. Sie können dich auch für etwas vorbereiten und dazu in deinem Energiesystem etwas verändern. Aber nur, wenn es ansteht und für dich verträglich ist. Auch intensive Arbeit ist möglich, aber dazu musst du dich schon öffnen, länger sitzen bleiben und nicht beim ersten Unwohlsein gleich wieder aufspringen. Richtest du dich nach innen aus, zeigst du ihnen deine Bereitschaft, tiefer zu gehen.

 

Ist es eine Aufgabe der Naturwesen, uns Menschen zu helfen? Wie auch die Tiere sind sie einfach da und helfen, aber der Mensch ist ebenso für die Tiere und die Naturwesen da. Es bedingt sich gegenseitig, es gibt keine Hierarchie, wer für wen da ist. Wenn du Kontakt suchst, werden sie helfen, aber man kann sie auch ignorieren, so wie es die meisten tun – und das ist auch ok. Die verschiedenen Wesen haben unterschiedliche Aufgaben in der Natur und sind mit Pflanzen- und Tierwelt verbunden. Ich habe schon beobachtet, wie sie Tiere als Transportmittel nutzen oder mit ihnen spielen. Sie können miteinander kommunizieren und unterstützen sich auch. Wenn du z.B. ein Insekt beobachtest, was eigenartig fliegt, dann ist wahrscheinlich gerade eine Elfe auf ihm unterwegs. Oder wenn du eine Katze siehst, die aufmerksam auf eine Stelle schaut oder etwas hinterher jagt, wo du aber nichts erkennst, dann beobachtet sie wahrscheinlich ein Wesen oder spielt mit ihm – Katzen sind sehr hellsichtig.

 

Bevorzugen Naturwesen bestimmte Orte? Sie halten sich gern an Plätzen mit sehr klarer, reiner Struktur auf. Sie profitieren von der Natur, der dort vorhandenen Kraft und können sich davon nähren. So wie sensible Menschen auch Plätze meiden, die ihnen nicht gut tun oder die einfach nicht schön sind, meiden sie schlechte Luft oder Lärm. Aber wenn es schöne, ruhige Plätze und Parks gibt, dann findest du auch in Städten Naturwesen.

 

In Island, wohin du dieses Jahr eine Seminarreise anbietest, finden die Wesen ja besonders reine Natur. Ja, in Island hat das Naturwesenreich in Verbindung mit Heilplätzen auch noch ein anderes Bewusstsein als hier. Die Naturwesen können dort viel mehr bewirken und sich viel stärker mit den Menschen verbinden, weil das kollektive Bewusstsein für sie offen ist. Es gibt in Island sogar eine staatliche Beauftragte für Naturwesen. Stehen z.B. die Maschinen auf einer Baustelle plötzlich still, spricht sie mit den Wesen und vermittelt. Stellt sich heraus, dass durch die Baumaßnahmen ein wichtiger Platz der Wesen gestört ist, wird die Straße verlegt und sofort funktionieren die Maschinen wieder. Die Isländer glauben an die Naturwesen, auch wenn sie sie nicht selbst sehen können. Sie akzeptieren sie und sind stolz auf dieses Verhältnis. Ich habe auch gesehen, dass Naturwesen in Wohnungen sind, mit den Kindern spielen. Das ist schon eine starke Öffnung im Bewusstsein, hier wird es als Quatsch abgetan, wenn man etwas nicht sehen kann. Letztes Jahr war ich bereits dort, um mich zu informieren und mit den Energien vor Ort zu verbinden. Island hat viel mit den Heilenergien von Polaritäten zu tun, mit Themen von Trennung in vielen Bereichen unseres Lebens. Wenn man sich den Naturwesen annähert, hat man auch die Möglichkeit, sich mit dem Körper und den abgespaltenen Seelenaspekten zu versöhnen. Sie sind Vermittler und unterstützen dich, die Erde wieder zu genießen und dich in deinem Körper wohl zu fühlen.

 

Bei einem Spaziergang hatte ich kürzlich das Gefühl, als ob ein gesamter Berg ein riesiges Wesen hätte. Ja, das gibt es, Berggeister, Baumgeister, Devas … Sie sind die Hüter des Waldes, eines Baumes oder Platzes. Sie halten sich oft an Stellen mit besonderen geomantischen Energien auf, die eine spezielle Funktion haben. Wenn Wesen an einem Ort etwas bewirken können, bleiben sie lange, sonst gehen sie wieder. In Indien habe ich mal ein Wasserwesen erlebt. Abseits eines kleinen Ortes in den Bergen gab es einen kleinen Tümpel. Es war ein stehendes Gewässer und trotzdem war das Wasser ganz klar und rein, hatte auch eine besondere Kraft. Dort gab es eine Art Schutzgeist, ein riesengroße blaue Deva als eine Hüterin dieses Wasser.

 

Gibt es solche Schutzgeister überall? Nein, dafür muss auch das Bewusstsein vorhanden sein. Die Bewohner dieses Dorfes waren z.B. ganz integer. Sie sorgten für diesen Platz, beteten dort. Ist solch ein kollektives Bewusstsein des Heiligen und des Respekts da, hat solch eine Deva auch alle Möglichkeiten, um solch einen Platz zu erhalten und zu unterstützen.

 

Ist dies auch hierzulande möglich? Ja, wenn es genügend Menschen gibt, die solch ein Bewusstsein an einem Ort aufbauen und auch Fremde, die zu dem Ort kommen, diesen Respekt wahren, sonst werden die Kräfte der Wesen geschwächt. Es ist alles eine Frage von Energie, Bewusstsein und den Informationen dazu.

 

Kann man Naturwesen zu sich einladen? Ja, du kannst z.B. für kraftvolle Pflanzen in deinem Garten sorgen. Plätze, wo viel chemisch gedüngt, gestutzt und alles sehr „ordentlich“ gehalten wird, mögen sie nicht so. Du kannst sie dabei auch um Hilfe bitten, um Impulse, die dir zeigen, was die Pflanzen brauchen. Frage sie: „wie mache ich das am besten?“ und schau, was kommt. Ein Garten, wo die Menschen für die Naturwesen offen sind, der blüht und strotzt vor Energie und Kraft.

 

Ist dir noch ein Aspekt wichtig zu erwähnen?

Heutzutage geht es allgemein um eine stärkere Ausrichtung nach innen. Naturwesen können eine Öffnung zu einer ganzheitlichen Lebensauffassung sein, man sollte die Beschäftigung mit ihnen aber nicht als Flucht vor der eigenen Innenschau benutzen. Es geht nicht darum, immer nur andere Wesen um Hilfe zu bitten, sondern sich selbst zu spüren, die Ausrichtung von außen nach innen zu wechseln, das Licht auch in sich selbst zu erkennen. Wenn man den Schnickschnack weglässt, gibt es die Möglichkeit, über die Naturwesen zu dir selbst zu finden.

 

Seminarreise - Island: „Das Erbe der Urahnen“ 28.7.-13.8.2011 – Eine Seelenreise tief in unsere Mitte. Es wirken die Urkräfte der Erde in uns. Die Erde wie vor Hunderttausenden von Jahren. Einzigartig in den Begegnungen mit dem Naturwesenreich und den wunderschönen Energieorten dieser magischen Insel.

 

Vielen Dank für das Gespräch!